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Urlaub ohne Bussgeld – die wichtigsten Verkehrsregeln für Camper

Der Sommer wird dieses Jahr im Freien verbracht. Bedingt durch die Corona-Krise steht der Camping-Urlaub auf der Beliebtheitsskala der Verbraucher ganz oben. Viele lieben das Freiheits- und Abenteuergefühl bei einem Urlaub mit dem Camper. Doch bei der Fahrt mit einem Wohnmobil gibt es einige Punkte zu beachten, die wir von der Weber AG aus St. Gallen und Gossau näher erklären werden. Wenn Sie die Regeln beim Fahren eines Campers kennen, bleiben Unfälle und Bussgelder bei Ihrer nächsten Reise aus und Sie bringen die Familie wieder sicher nach Hause.

Die Beladung ist elementar für die Verkehrssicherheit

Schnell alles in den Camper oder Wohnwagen eingeladen und schon kann die Fahrt losgehen? Das stimmt nicht ganz – es ist verständlich, dass Sie möglichst schnell in den wohlverdienten Urlaub starten möchten, doch Ihre Pflichten zur Verkehrssicherheit beginnen schon bevor Sie Ihre Reise antreten. In einen Camper passt eine grosse Menge an Gepäck hinein. Dieses bringt ein enormes Eigengewicht mit und muss gleichmässig verteilt werden. Folgende Punkte müssen Sie unbedingt bei der Beladung beachten:

  • Schweres Gepäck immer in Bodennähe verladen
  • Leichtes Gepäck weiter oben im Camper verstauen
  • Bei Wohnwägen immer die zulässige Stützlast beachten
  • Gepäck gleichmässig über der Grundfläche verteilen
  • Beladung gegen Verrutschen sichern

Eine ungleichmässige Verladung macht einen Wohnanhänger oder Camper instabil, besonders bei Brems- und Lenkvorgängen. Spezielle Waagen können helfen die gleichmässige Verteilung der Last sicherzustellen. Bei Anhängern sollten Sie auch zwingend die Stützlast der Deichsel beachten. Ausreichend Gewicht hilft an dieser Stelle ein stabiles Fahrverhalten zu erzeugen. Dennoch müssen Sie immer die Werksangaben der Hersteller im Auge behalten. Die maximal zulässige Zuladung bei Wohnmobilen ist schnell erreicht. Wiegen Sie daher im Vorfeld Ihr Gepäck, um ein Überladen zu vermeiden. Das maximal zulässige Gesamtgewicht Ihres Campers finden Sie im Fahrzeugschein unter Ziffer 33.

Prüfung des Fahrzeuges vor Fahrtantritt

Bevor Sie Ihre Fahrt antreten, ist zudem die technische Prüfung Ihres Fahrzeugs und des Anhängers sowohl Innen als auch Aussen ein wichtiger Schritt. Laufen Sie einmal rund um das Fahrzeug und prüfen Sie es auf offensichtliche Schäden. Funktionieren alle Lampen und Scheinwerfer? Haben Sie die Abreissleine beim Wohnwagen korrekt angebracht? Haben Sie alle Antennen eingeklappt und die Türen geschlossen? Zudem empfiehlt es sich, den Reifendruck, den Ölstand und den Wischwasserstand zu prüfen und bei Bedarf aufzufüllen. Wann man der Carrosserie alles passt, prüfen Sie zudem, ob sich Warnwesten und ein Erste-Hilfe-Kasten in Ihrem Auto befinden. Diese Hilfsmittel sind im Falle eines Unfalls unbedingt erforderlich.

Im Inneren des Campers müssen Sie alle Schränke schließen und alle losen Gegenstände sichern. Zudem müssen Sie die Gas- und Wasserhähne sicher verschliessen. Checklisten speziell für Wohnwagen und Camper helfen Ihnen, dass Sie keine Prüfung vor Beginn der Fahrt vergessen und sind speziell für Camper-Anfänger sehr hilfreich.

Fahren ohne Bussgeld – diese Regeln gelten für Camper

Damit die Fahrt mit dem Camper sicher ist und es zu keinen bösen Überraschungen durch Bussgelder kommt, müssen Sie einige Regeln beachten. Die folgende Tabelle zeigt die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf Strassen in der Schweiz in Abhängigkeit der Art des Fahrzeugs:

Geschwindigkeit in km/h Innerorts Ausserorts Autostrassen Autobahnen
Auto 50 80 100 120
Anhänger bis 3,5 Tonnen 50 80 80 80
100 ab 01.01.2021 *
Anhänger über 3,5 Tonnen 50 80 80 80
Wohnmobil bis 3,5 Tonnen 50 80 100 120
Wohnmobil über 3,5 Tonnen 50 80 100 100

Zudem müssen Sie in der Schweiz den ganzen Tag über das Licht einschalten. Eine Missachtung wird mit einem Bussgeld von 40 Franken belegt. Ebenfalls müssen Sie einen „CH“-Kleber bei Verlassen des Landes an Ihrem schweizer Fahrzeug anbringen. Neben dem Zugfahrzeug müssen Sie auch für Ihren Anhänger eine Vignette erwerben. Diese kostet jeweils 40 Franken für das laufende Kalenderjahr. Wenn Sie einen Führerschein der Klasse B besitzen, dürfen Sie nur Gespanne mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen fahren. Für größere Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen benötigen Sie die Kategorie C1 oder D1.

Sie sehen, dass Sie einige Sonderregeln beim Führen eines Campers beachten müssen. Informieren Sie sich gut vorab, um böse Überraschungen zu vermeiden. Dann steht einem grossen Spass und einem schönen Urlaub nichts mehr im Wege.

Kommen Sie gerne bei uns vorbei. Wir machen Ihr Wohnmobil reisefit. Mehr Informationen zu unseren Leistungen erhalten sie hier

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