Autolackiererei und Beulendoktor in St. Gallen

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Das große Finish: Welche Schritte beinhaltet der Karosseriebau?

Der Karosseriebau wird oftmals als die Kernkompetenz der Automobilhersteller bezeichnet. Tatsächlich ist das äußere Erscheinungsbild eines Autos für viele Käufer ein direktes Qualitätsmerkmal: Stimmt das Fugenbild und die Passung?

Doch was genau beinhaltet der Karosseriebau und wie entsteht aus den Stahlteilen ein fertiges Fahrzeug? Als erfahrener Karosseriebauer und Spezialist zur Schadensreparatur haben wir, die Heinz Weber AG St. Gallen, Ihnen hier die wichtigsten Produktionsschritte zusammengefasst.

Karosseriebau als zentraler Teilprozess der Autoproduktion

Der Karosseriebau ist Teil des komplexen automobilen Produktionsprozesses, der aus fünf wesentlichen Schritten besteht:

  • Presswerk
  • Karosseriebau
  • Lackiererei
  • Montage Antriebsstrang
  • Endmontage

Beim Karosseriebau werden die im Presswerk produzierten Formteile wie der Seitenrahmen, die Motorhaube und die Türen in Millimeterarbeit zusammengesetzt. Für das Fügen der mehreren hundert Einzelteile ist maximale Präzision erforderlich. Deshalb sind bis zu 90 Prozent des Karosseriebaus automatisiert. Moderne Roboter und Maschinen, die von den qualifizierten Mitarbeitern gesteuert und gewartet werden, kommen hier zum Einsatz. Somit ist der Karosseriebau sozusagen das punktgenaue Finish, bevor die Karosserie lackiert und mit dem Antriebsstrang, das heißt mit Motor, Getriebe und dergleichen und dem Interieur in der Endmontage verbunden wird.

Obwohl Teilprozesse der Automobilherstellung seriell angeordnet sind, ist der Karosseriebau heutzutage keine klassische Serienproduktion mehr. Stattdessen wird in diesem Schritt auf die speziellen Kundenwünsche eingegangen und somit jedes Fahrzeug individuell hergestellt.

Das große Fügen der Einzelteile

Wenn die unterschiedlich großen und dicken Einzelteile aus Stahl und Aluminium, mitunter auch aus Karbon und Faserverbundwerkstoffen (SMC), aus dem Presswerk kommen, geht es darum, das Ganze zu einer Präzisionskarrosserie zusammenzufügen. Dabei kommen Fügetechniken wie das Schrauben und Kleben, vor allem aber Schweißtechniken wie das Punktschweißen und in einigen Fällen das Schweißen mit Lasern zum Einsatz. Das Fügen geschieht in zwei Linien. In sogenannten Nebenlinien werden einzelne Baugruppen zusammengefügt, die wiederum in einer Hauptlinie zu der Gesamtkarrosserie verbunden werden.

Im ersten Schritt der Hauptlinie werden der Vorbau und die Böden vorbereitet. Daran werden die Rückwand, Seitenwand und das Dach gesetzt und in der Anschweißstation fixiert und angeschweißt. Im letzten Schritt kommen alle anderen Bauteile hinzu, wie die Türen, Heckklappe oder der Kotflügel, bis die Karosserie komplett ist.

Abschluss des Karosseriebaus

Nach der Komplettierung der Karosserie werden die gefügten Teile noch einmal geprüft und gegebenenfalls nachgearbeitet. Schließlich stehen eine Reinigung und Entfettung der Karosserie an. Das geschieht in einem Tauchvorgang. Dieser soll eine saubere, rückstandslose und glatte Oberfläche garantieren, als Vorbereitung für die anschließende Lackierung. Am Ende der Autoproduktion kann die große „Hochzeit“ aller Autoteile stattfinden: die Endmontage.

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